Research Center REGE
REsearch Center „GEsellschaftsrelevante Bildung“
Projektbeschreibung
Das Research Center zielt darauf ab, die gesellschaftliche Relevanz von Bildung zu stärken und Bildungseinrichtungen als wichtige gesellschaftliche Akteure zu positionieren. Angesichts großer gesellschaftlicher Herausforderungen wie Radikalisierung, internationaler Konflikte, Klimawandel und der Verbreitung von Desinformation wächst der gesellschaftliche Bedarf nach verlässlichen, wissenschaftlich fundierten Bildungsansätzen und Lösungsstrategien. Gleichzeitig verbleibt viel gesellschaftsrelevantes Wissen in den forschenden Institutionen, während gesellschaftliche Probleme und unterrepräsentierte Gruppen nur schwer Eingang in Forschung und Bildung finden.
Mission: Bildung gestalten – Gesellschaft stärken
Als Wissenschaftler:innen verstehen wir Bildung als gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe und arbeiten dafür mit Partner:innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis zusammen. Durch solide Forschung und kreative Formate tragen wir zur Schaffung demokratischer, nachhaltiger und gerechter Bildungsräume bei, die Selbstwirksamkeit, Wohlbefinden und Teilhabe ermöglichen.
Vision: Bildung als transformative Kraft der Gesellschaft
Wir streben danach, Bildung als demokratische, gerechte und nachhaltige Kraft zu gestalten, die Polarisierung entgegenwirkt, sozialen Zusammenhalt stärkt und Menschen befähigt, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten und ein erfülltes Leben zu führen.
Das Research Center setzt an diesen Problemlagen an und strukturiert seine Forschungsaktivitäten entlang dreier zentraler Säulen. Die erste Säule „Gesellschaftliche Teilhabe an Bildung" untersucht, wie bisher unterrepräsentierten gesellschaftlichen Gruppen der Zugang zu Bildungsangeboten ermöglicht werden kann und wie „übersehene" gesellschaftliche Probleme von Bildung und Forschung besser adressiert werden.
Die zweite Säule „Gesellschaftsrelevantes Bilden und Forschen" fokussiert darauf, wie Lehren und Lernen in verschiedenen Bildungskontexten gestaltet werden sollte, um gesellschaftsrelevante Probleme aufzugreifen und Handlungsfähigkeit für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.
Die dritte Säule „Gesellschaftliche Transformation durch Bildung und Forschung" untersucht, wie die Gesellschaft auf Basis bildungsrelevanter Erkenntnisse transformiert werden kann, um optimale Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Dabei steht insbesondere die Positive Bildung im Zentrum, die sowohl individuelles wie auch organisationales Wohlbefinden und Leistung als grundlegende Voraussetzungen für gesellschaftlichen Einfluss betrachtet.


Alle drei Säulen werden auf verschiedenen Ebenen betrachtet – von der Makroebene der Bildungsorganisationen über die Mesoebene der Programmentwicklung bis zur Mikroebene der didaktischen Gestaltung einzelner Lehr-Lern-Situationen. Das übergeordnete Ziel ist es, den Wissensaustausch zwischen Bildungseinrichtungen und Gesellschaft zu intensivieren und somit einen substanziellen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zu leisten. Durch die systematische Erforschung gesellschaftsrelevanter Bildungsprozesse – von der Schulentwicklung über die Hochschulbildung bis hin zur Fort- und Weiterbildung – soll Bildung ihre transformative Wirkung für eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung entfalten und dabei das Wohlbefinden aller Beteiligten als Grundlage für gesellschaftliches Gestalten stärken.
Dauer des Projekts
01.08.2025 – 31.07.2028
Weitere Infos
BMBFSFJ (Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend; u.a. Startchancen-Programm), BMFTR (Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt), ifte (Initiative for Teaching Entrepeneurship), FGÖ (Fond Gesundes Österreich), Kultusministerium Bayern
DZHW, Euro-FH, Fernuniversität Hagen, KPH Wien-Krems, Macromedia, OvGU Magdeburg, Universitätsklinikum Regensburg
Höhle, E./Zimmermann, O. (2025): Teilzeitprofessuren an privaten und staatlichen HAW: Geschlecht, Verteilung, Risiken und Chancen. P-OE 8, Heft 2+3/2025.
Kessler, S./König, K. (Hrsg.) (2024): Scheitern in Praxis und Wissenschaft der Sozialen Arbeit: Reflexions- und Bewältigungspraktiken von Fehlern und Krisen. Beltz/Juventa Verlag.
Kessler, S./König, K. (2025): Chancen der (Aus)Bildung im Dualen Studium an Hochschulen: Perspektiven Studierender und Praxispartner. In: Renner, P./Hensel, M. T. /Stefan, B./ Schmid, T. (Hrsg.). Bildung und Ausbildung im Diskurs – Perspektiven aus der Sozialen Arbeit. Springer VS, S. 65-85.
Kessler, S./Stamer, M. (2025): Social Work and Inclusive Citizenship Education: Perspectives on connecting elements. In: Kenner, S./Kleinschmidt, M./Lange, D./Reichert, F./Schröder-Sieroux, C./ (Hrsg.). Inclusive Citizenship als Zugehörigkeiten, Praxen und Acts - Empirische Befunde und theoretische Diskussionen. Springer VS, S. 153-162.
Lichtinger, U. (Hrsg.) (2025): Positive Bildung für die schulische Praxis. Beltz.
Lichtinger, U. (2023): Flourishing SD - A Positive School Development Approach. in: White, M./McCallum, F./Boyle, C. (ed.): Wellbeing in Education: New Research and Possibilities. Springer.
Schaper, S./Habermann, S./Lange, J./Trautwein, C. (2024). Digital und heterogen. Herausforderungen und Chancen für nicht-traditionelle Studierende in der Studieneingangsphase des Fernstudiums. In Das Hochschulwesen 72, 114–122.
Schweighart, R./Hast, M./Pampel, A. M./Rebien, J. A./Trautwein, C. (2024). Transition into Distance Education: A Scoping Review. Education Sciences, 14(10), Article 10.
Wammerl, M./Lichtinger, U. (2025). PERMA.teach: a study on the effectiveness of a standardized positive education training program in Austria. In Frontiers in Psycholology, 16:1516572.
Zimmermann, O. (2023): Kein Mangel an Ideen. Nachhaltigkeit und Klimawandel in der Fort- und Ausbildung Sozialarbeitender. In FORUM sozial – Die berufliche Soziale Arbeit 28 (2): 33-37.
Zimmermann, O./Perdomo Lopez, L./Drehlich, M. (2025, im Erscheinen): Chancen und Risiken der Digitalisierung bei der medizinischen Versorgung schwangerer Geflüchteter – eine Betrachtung aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. In Thiede, M./ Kreuzenbeck, C./ Rupp, S. (2025): Digitales Empowerment im Gesundheitswesen. Beltz.
Prof. Dr. Okka Zimmermann /okka.zimmermann@iu.org und
Prof. Dr. Stefanie Kessler / stefanie.kessler@iu.org
Prof. Dr. Caroline Trautwein
Fernstudium, Sozialwissenschaften, Psychologie
Prof. Dr. Caroline Trautwein forscht zu hochschulischem Lehren und Lernen, u.a. zum Studieneingang, zu studentischem Wohlbefinden und gelingendem Studieren sowie zur Hamburger Kommunikationspsychologie.
Duales Studium, Soziologie, Soziale Arbeit
Prof. Dr. Karsten König ist Professor für Soziale Arbeit am Campus Dresden und forscht u.a. zur Verzahnung von Theorie und Praxis im dualen Studium, Lehrtransfer und Partizipation. Er hat über zehn Jahre am Institut für Hochschulforschung in Wittenberg zu Hochschulentwicklung, Professionalisierung und Transfer geforscht.
Duales Studium, Soziologie, Soziale Arbeit
Prof. Dr. Okka Zimmermann konzentriert sich in ihrer Forschung und ihren praktischen Aktivitäten u.a. auf den Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung. Zudem forscht sie zu Geschlechtergerechtigkeit im Bildungsbereich, insbesondere an Hochschulen, sowie zu Entstehung und Folgen von Bildungsungleichheit.
Duales Studium, Erziehungswissenschaften, Soziale Arbeit
Prof.in Dr.in Stefanie Kessler ist Expertin für qualitativ rekonstruktive Forschung mit einem besonderen Fokus auf Lernprozesse in und von Organisationen (u.a. Hochschule, Schule, Justizvollzugsanstalt). Ihre wissenschaftliche Arbeit widmet sich zentral der politischen Bildung und Demokratiebildung in der Sozialen Arbeit. Darüber hinaus engagiert sie sich für Fragen des gerechten Bildungszugangs, der sozialen Ungleichheit und Diversität.
Duales Studium, Bildungswissenschaften, Soziale Arbeit
Prof. Dr. Ulrike Lichtinger hat ihren Forschungsschwerpunkt im Bereich der Positiven Bildung und Positiven Psychologie. Sie forscht im Kontext von Schule zu Wohlbefinden, Kreativität, Selbstwirksamkeit und Selbstkonzept bei Schüler:innen und Pädagog:innen. Zudem geht sie der Frage nach, wie Positive Leadership auf allen Ebenen der Führung wirksam gestaltet werden kann.
